SN 28.10
Sucimukhī sutta: Mit Sucimukhī
Sucimukhīsutta
Sāriputtavagga
Sāriputta begegnet der wandernden Asketin Sucimukhī, die ihm eine Reihe rätselhafter Fragen darüber stellt, in welche Richtung er beim Essen schaut. Sāriputta weist sie alle zurück und erklärt, es seien verschiedene Arten falschen Lebenserwerbs.
Oversettelser
Einmal hielt sich der Ehrwürdige Sāriputta bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen. Da kleidete er sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Rājagaha zum Almosengang. Nachdem er der Reihe nach um Almosen durch Rājagaha gezogen war, aß er sein Almosen, an eine Mauer gelehnt.
Da ging die Wanderasketin Sucimukhī zum Ehrwürdigen Sāriputta und sagte zu ihm:
„Asket, schaust du beim Essen nach unten?“
„Nein, Schwester.“
„Nun, dann schaust du beim Essen nach oben?“
„Nein, Schwester.“
„Nun, dann schaust du beim Essen in die Haupthimmelsrichtungen?“
„Nein, Schwester.“
„Nun, dann schaust du beim Essen in die Zwischenrichtungen?“
„Nein, Schwester.“
„Wenn du gefragt wirst, ob du beim Essen in eine dieser Richtungen schaust, antwortest du: ‚Nein, Schwester‘. Wie genau isst du, Asket?“
„Schwester, diese Asketen und Brahmanen, die ihren Unterhalt durch Geomantik verdienen – eine unwürdige Kunst, ein falscher Lebenserwerb –, von ihnen heißt es, sie schauen beim Essen nach unten.
Diese Asketen und Brahmanen, die ihren Unterhalt durch Astrologie verdienen – eine unwürdige Kunst, ein falscher Lebenserwerb –, von ihnen heißt es, sie schauen beim Essen nach oben.
Diese Asketen und Brahmanen, die ihren Unterhalt verdienen, indem sie Botengänge machen und Botschaften übermitteln – ein falscher Lebenserwerb –, von ihnen heißt es, sie schauen beim Essen in die Haupthimmelsrichtungen.
Diese Asketen und Brahmanen, die ihren Unterhalt durch Handlesen verdienen – eine unwürdige Kunst, ein falscher Lebenserwerb –, von ihnen heißt es, sie schauen beim Essen in die Zwischenrichtungen.
Ich verdiene meinen Unterhalt mit keinem dieser Mittel. Ich sammele Almosen auf prinzipientreue Art und esse auf prinzipientreue Art.“
Da zog die Wanderasketin Sucimukhī in ganz Rājagaha von Straße zu Straße und von Platz zu Platz und verkündete: „Die Asketen, die dem Sakyer folgen, essen ihre Nahrung auf prinzipientreue Art! Die Asketen, die dem Sakyer folgen, essen ihre Nahrung ohne Tadel! Gebt den Asketen, die dem Sakyer folgen, Almosen!“
Die Verbundenen Lehrreden mit Sāriputta sind abgeschlossen.
Om denne oversettelsen
Sabbamitta · CC0
Måtte alle vesener være lykkelige