AN 7.50
Methuna sutta: Geschlechtsverkehr
Methunasutta
Mahāyaññavagga
Der Brahmane Jāṇussoṇī fragt den Buddha, welches Verhalten bei der Enthaltsamkeit einen Makel darstellt.
Traduceri
Da ging der Brahmane Jānussoṇi zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha: „Behauptet der werte Gotama, keusch zu leben?“
„Brahmane, wenn man von jemandem zu Recht sagen kann, dass er das keusche Leben unversehrt, makellos, ohne Flecken und unbeschädigt führt, vollständig und rein, so bin ich es.“
„Aber was, werter Gotama, ist ein Bruch, ein Makel, ein Fleck oder eine Beschädigung bei der Keuschheit?“
„Da hat zunächst ein Asket oder Brahmane, der behauptet, vollkommen keusch zu leben, keinen Geschlechtsverkehr gemeinsam mit einer Dame. Doch er stimmt zu, dass eine Dame ihn einölt, massiert, badet und reibt. Er genießt es, es gefällt ihm, er findet es lohnend. Das ist ein Bruch, ein Makel, ein Fleck oder eine Beschädigung bei der Keuschheit. Das nennt man jemanden, der das keusche Leben unrein lebt, an das Joch des Geschlechtsverkehrs gejocht. Er ist nicht befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Er ist nicht befreit vom Leiden, sage ich.
Dann hat da ein Asket oder Brahmane, der behauptet, vollkommen keusch zu leben, keinen Geschlechtsverkehr gemeinsam mit einer Dame, noch stimmt er zu, dass eine Dame ihn einölt, massiert, badet und reibt. Doch er kichert und spielt und amüsiert sich mit Damen …
er starrt einer Dame in die Augen …
er lauscht durch eine Mauer oder einen Erdwall nach den Geräuschen von Damen, die lachen, schwatzen, singen oder weinen …
er erinnert sich daran, wie er mit Damen gelacht, geschwatzt und sich amüsiert hat …
er sieht einen Hausbesitzer oder das Kind eines Hausbesitzers sich vergnügen, versorgt und ausgestattet mit den fünf Sinnesreizen …
Er sieht keinen Hausbesitzer und kein Kind eines Hausbesitzers sich vergnügen, versorgt und ausgestattet mit den fünf Sinnesreizen. Doch er führt das keusche Leben in der Hoffnung, in einer Klasse von Göttern wiedergeboren zu werden: ‚Dass ich doch durch diese Tugendregel, dieses Gelübde, diese inbrünstige Bußübung oder dieses geistliche Leben einer der Götter werde!‘ Er genießt es, es gefällt ihm, er findet es lohnend. Das ist ein Bruch, ein Makel, ein Fleck oder eine Beschädigung bei der Keuschheit. Das nennt man jemanden, der das keusche Leben unrein lebt, an das Joch des Geschlechtsverkehrs gejocht. Er ist nicht befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Er ist nicht befreit vom Leiden, sage ich.
Solange ich sah, dass diese sieben Joche des Geschlechtsverkehrs – oder auch nur eines von ihnen – in mir noch nicht aufgegeben waren, so lange habe ich in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen nicht mein unübertreffliches vollkommenes Erwachen erklärt.
Als ich aber sah, dass diese sieben Joche des Geschlechtsverkehrs – jedes einzelne von ihnen – in mir aufgegeben waren, da habe ich in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen mein unübertreffliches vollkommenes Erwachen erklärt. Erkennen und Sehen erschienen mir: ‚Meine Freiheit ist unerschütterlich. Dies ist meine letzte Wiedergeburt. Künftige Leben wird es jetzt nicht mehr geben.‘“
Auf diese Worte sagte der Brahmane Jānussoṇi zum Buddha: „Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
Despre această traducere
Sabbamitta · CC0
Fie ca toate ființele să fie fericite