AN 2.11–20
2. Das Kapitel über disziplinarische Angelegenheiten
Adhikaraṇavagga
Adhikaraṇavagga
Traduzioni
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„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Kräfte. Welche zwei? Die Kraft des Nachdenkens und die Kraft des Entwickelns. Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Nachdenkens? Es ist, wenn jemand nachdenkt: ‚Schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist führt zu einem schlechten, schmerzhaften Ergebnis sowohl in diesem als im nächsten Leben.‘ Wenn er so nachdenkt, gibt er schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist auf und entwickelt gutes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und hält sich selbst rein. Das nennt man die Kraft des Nachdenkens.
Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Entwickelns? Mit ‚Kraft des Entwickelns‘ ist hier die Kraft der in Schulung Befindlichen gemeint. Denn wenn man sich auf die Kraft eines in Schulung Befindlichen stützt, gibt man Gier, Hass und Täuschung auf. Dann tut man nichts Untaugliches und verübt nichts Schlechtes. Das nennt man die Kraft des Entwickelns. Das sind die zwei Kräfte.“
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„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Kräfte. Welche zwei? Die Kraft des Nachdenkens und die Kraft des Entwickelns. Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Nachdenkens? Es ist, wenn jemand nachdenkt: ‚Schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist führt zu einem schlechten, schmerzhaften Ergebnis sowohl in diesem als im nächsten Leben.‘ Wenn er so nachdenkt, gibt er schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist auf und entwickelt gutes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und hält sich selbst rein. Das nennt man die Kraft des Nachdenkens.
Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Entwickelns? Da entwickelt ein Mönch die Faktoren des Erwachens Achtsamkeit, Erforschung der Gesetzmäßigkeiten, Energie, Ekstase, Stille, Versenkung und Gleichmut, die sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützen und zum Loslassen heranreifen. Das nennt man die Kraft des Entwickelns. Das sind die zwei Kräfte.“
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„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Kräfte. Welche zwei? Die Kraft des Nachdenkens und die Kraft des Entwickelns. Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Nachdenkens? Es ist, wenn jemand nachdenkt: ‚Schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist führt zu einem schlechten, schmerzhaften Ergebnis sowohl in diesem als im nächsten Leben.‘ Wenn er so nachdenkt, gibt er schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist auf und entwickelt gutes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und hält sich selbst rein. Das nennt man die Kraft des Nachdenkens.
Und was, Mönche und Nonnen, ist die Kraft des Entwickelns? Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten. Und mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘ Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. Das nennt man die Kraft des Entwickelns. Das sind die zwei Kräfte.“
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„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Arten, wie der Klargewordene den Dhamma lehrt. Welche zwei? Kurz und ausführlich. Das sind die zwei Arten, wie der Klargewordene den Dhamma lehrt.“
15
„Mönche und Nonnen, wenn in einer disziplinarischen Angelegenheit weder der Mönch, der einen Verstoß begangen hat, noch der, der ihn anklagt, sich selbst sorgfältig prüft, so ist zu erwarten, dass diese Angelegenheit zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche nicht unbeschwert leben. Wenn aber in einer disziplinarischen Angelegenheit sowohl der Mönch, der einen Verstoß begangen hat, als auch der, der ihn anklagt, sich selbst sorgfältig prüft, so ist zu erwarten, dass diese Angelegenheit nicht zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche unbeschwert leben.
Und wie, Mönche und Nonnen, prüft ein Mönch, der einen Verstoß begangen hat, sich selbst sorgfältig? Ein Mönch, der einen Verstoß begangen hat, überlegt: ‚Ich habe mit dem Körper einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Jener Mönch hat mich dabei gesehen. Hätte ich den Verstoß nicht begangen, hätte er mich nicht gesehen. Aber da ich den Verstoß begangen habe, hat er mich gesehen. Als er mich sah, war er aufgebracht, und er brachte sein Missfallen mir gegenüber zum Ausdruck. Da war ich auch aufgebracht und sagte es anderen. Daher ist es einzig mein Fehler, wie bei jemandem, der einen Zoll auf seine Waren schuldig ist.‘ So prüft ein Mönch, der einen Verstoß begangen hat, sich selbst sorgfältig.
Und wie, Mönche und Nonnen, prüft ein Mönch, der einen anderen anklagt, sich selbst sorgfältig? Ein Mönch, der einen anderen anklagt, überlegt: ‚Dieser Mönch hat mit dem Körper einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Ich habe ihn dabei gesehen. Hätte er den Verstoß nicht begangen, hätte ich ihn nicht gesehen. Aber da er den Verstoß begangen hat, habe ich ihn gesehen. Als ich ihn sah, war ich aufgebracht, und ich brachte mein Missfallen ihm gegenüber zum Ausdruck. Da war er auch aufgebracht und sagte es anderen. Daher ist es einzig mein Fehler, wie bei jemandem, der einen Zoll auf seine Waren schuldig ist.‘ So prüft ein Mönch, der einen anderen anklagt, sich selbst sorgfältig.
Wenn in einer disziplinarischen Angelegenheit weder der Mönch, der einen Verstoß begangen hat, noch der, der ihn anklagt, sich selbst sorgfältig prüft, so ist zu erwarten, dass diese Angelegenheit zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche und Nonnen nicht unbeschwert leben. Wenn aber in einer disziplinarischen Angelegenheit sowohl der Mönch, der einen Verstoß begangen hat, als auch der, der ihn anklagt, sich selbst sorgfältig prüft, so ist zu erwarten, dass diese Angelegenheit nicht zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche und Nonnen unbeschwert leben.“
16
Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:
„Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle?“
„Prinzipienloses und unmoralisches Verhalten ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.“
„Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt?“
„Prinzipientreues und moralisches Verhalten ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.“
„Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der werte Gotama die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht. Ich nehme Zuflucht zum werten Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen. Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
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Da ging der Brahmane Jānussoṇi zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:
„Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle?“
„Was sie getan und was sie nicht getan haben. Das ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.“
„Aber was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt?“
„Was sie getan und was sie nicht getan haben. Das ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.“
„Ich verstehe die Bedeutung dessen nicht, was der werte Gotama kurz gesagt hat, ohne es ausführlich zu erklären. Werter Gotama, bitte lehre mich diese Sache ausführlich, sodass ich die Bedeutung verstehen kann.“
„Nun denn, Brahmane, hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“
„Ja, werter Herr“, antwortete Jānussoṇi. Der Buddha sagte:
„Da hat, Brahmane, jemand mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Schlechtes getan und nichts Gutes. Daher ist das, was sie getan und was sie nicht getan haben, der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Weiterhin hat da jemand mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Gutes getan und nichts Schlechtes. Daher ist das, was sie getan und was sie nicht getan haben, der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.“
„Vortrefflich, werter Gotama! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
18
Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm: „Ānanda, ich sage unbedingt: Tut nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.“
„Aber, Herr, wenn jemand diese Dinge tut, die man nicht tun soll, welchen Nachteil hat er zu erwarten?“
„Er hat diesen Nachteil zu erwarten: Er macht sich selbst Vorwürfe. Vernünftige Menschen tadeln ihn, nachdem sie es geprüft haben. Er hat einen schlechten Ruf. Wenn er stirbt, fühlt er sich verloren. Und wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Das ist der Nachteil, den er zu erwarten hat.“
„Ānanda, ich sage unbedingt: Tut Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.“
„Aber, Herr, wenn jemand diese Dinge tut, die man tun soll, welchen Vorteil hat er zu erwarten?“
„Er hat diesen Vorteil zu erwarten: Er macht sich selbst keine Vorwürfe. Vernünftige Menschen loben ihn, nachdem sie es geprüft haben. Er hat einen guten Ruf. Wenn er stirbt, fühlt er sich nicht verloren. Und wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt. Das ist der Vorteil, den er zu erwarten hat.“
19
„Mönche und Nonnen, gebt das Untaugliche auf. Es ist möglich, das Untaugliche aufzugeben. Wenn es nicht möglich wäre, würde ich nicht sagen: ‚Gebt das Untaugliche auf.‘ Aber es ist möglich, daher sage ich: ‚Gebt das Untaugliche auf.‘ Und wenn es zu Schaden und Leiden führen würde, das Untaugliche aufzugeben, würde ich nicht sagen: ‚Gebt das Untaugliche auf.‘ Aber es führt zu Nutzen und Glück, das Untaugliche aufzugeben, daher sage ich: ‚Gebt das Untaugliche auf.‘
Mönche und Nonnen, entwickelt das Taugliche. Es ist möglich, das Taugliche zu entwickeln. Wenn es nicht möglich wäre, würde ich nicht sagen: ‚Entwickelt das Taugliche.‘ Aber es ist möglich, daher sage ich: ‚Entwickelt das Taugliche.‘ Und wenn es zu Schaden und Leiden führen würde, das Taugliche zu entwickeln, würde ich nicht sagen: ‚Entwickelt das Taugliche.‘ Aber es führt zu Nutzen und Glück, das Taugliche zu entwickeln, daher sage ich: ‚Entwickelt das Taugliche.‘“
20
„Mönche und Nonnen, diese zwei Dinge führen zum Niedergang und zum Verschwinden der wahren Lehre. Welche zwei? Worte und Ausdrücke werden umgestellt, und die Bedeutung wird falsch ausgelegt. Wenn Worte und Ausdrücke umgestellt sind, wird die Bedeutung falsch ausgelegt. Das sind die zwei Dinge, die zum Niedergang und zum Verschwinden der wahren Lehre führen.
Diese zwei Dinge führen zu Fortdauer, Langlebigkeit und Beständigkeit der wahren Lehre. Welche zwei? Worte und Ausdrücke werden richtig angeordnet, und die Bedeutung wird richtig ausgelegt. Wenn Worte und Ausdrücke richtig angeordnet sind, wird die Bedeutung richtig ausgelegt. Das sind die zwei Dinge, die zu Fortdauer, Langlebigkeit und Beständigkeit der wahren Lehre führen.“
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Sabbamitta · CC0
Che tutti gli esseri siano felici